Martin Hughes

Prof. Martin HughesMartin Hughes wurde in England geboren und spielte seinen ersten Auftritt als zwölfjähriger Preisträger eines nationalen Klavierwettbewerbs in der Wigmore Hall in London. Mit sechzehn Jahren wurde er in die Klasse von Yvonne Lefébure am Pariser Conservatoire aufgenommen. Er setzte seine Studien bei Benjamin Britten in Aldeburgh, bei Lev Oborin am Moskauer Konservatorium und bei Wilhelm Kempff in Positano fort. Als Zweiundzwanzigjähriger hatte er sein Debüt beim BBC-Proms. Es folgten Auftritte mit dem London-Symphonie-Orchester, den Londoner Philharmonikern, den Royal Philharmonic und anderen namhaften Orchestern sowie Konzertreisen in die USA, die damalige UdSSR, nach Europa und nach Israel. Eine Serie von sieben von der Kirckmann Society gesponserten Konzerten in London's South Bank begründete sein Ansehen bei den Kritikern.

Seine Interpretationen von Beethoven und Schubert brachten Martin Hughes die entscheidende Anerkennung in vielen Ländern ein. In mehreren Zyklen brachte er sämtliche Klaviersonaten sowohl von Beethoven als auch von Schubert zur Aufführung. Seinen Essay über die Interpretation von Beethovens Klaviermusik („Interpreting Beethoven", hrsg. von Robin Stowell, Cambridge University Press 1994) kommentierte Paul Badura-Skoda: „Jeder Pianist, der sich ernsthaft dafür interessiert, den Geist eines Klavierwerks von Beethoven wiederzugeben, sollte es gelesen haben."

An der Universität der Künste Berlin leitete Martin Hughes eine Klavierklasse und war Leiter der Klavierabteilung, bevor er im Oktober 2002 zum Professor für Klavier an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien ernannt wurde. Er gab zahlreiche Meisterkurse an der University of Cambridge, dem Conservatoire National Supérieur de Musique Paris sowie in den Vereinigten Staaten, Israel, Japan, Hong Kong, Korea, China und überall in Europa. Seit 2012 ist er Gastprofessor an der Elisabeth University in Hiroshima, Japan.

"Durchdacht, präzise, klar und vor allem in höchstem Maße intelligent war der gestrige Klavierabend von Martin Hughes in der Queen Elizabeth Hall; er war ein künstlerischer Triumph, etwas, das die Herzen und Gemüter des Publikums mit Ruhe erfüllte. ... Wenige.. Pianisten habe einen solch untrüglichen Sinn für musikalische Proportionen und poetische Feinheiten." (Bryce Morrison, The Daily Telegraph)